Aktuell

Aktuelles Ausstellungsprogramm 2021

Liebe Freund*innen des Kunstpavillons, 

Wir freuen uns sehr, dass der Kunstpavillon ab Dienstag, 9.3.2021 wieder geöffnet ist.

Die aktuellen Maßnahmen sehen eine Anmeldung sowie eine Registrierung der Kontaktdaten vor.

Im Kunstpavillon ist eine elektronische oder telefonische Voranmeldung leider nicht möglich. Deshalb erfolgt die Anmeldung vor Ort zu den Öffnungszeiten, es kann daher eventuell zu einer Wartezeit kommen.

Von der Erhebung der Kontaktdaten wird abgesehen, weil der Zugang auch aufgrund des speziellen Aufbaus der Ausstellung nur für maximal fünf Personen aus zwei befreundeten Haushalten möglich ist und wir davon ausgehen, dass die Daten untereinander bekannt sind.

Bitte beachten Sie die Verhaltensregeln vor Ort.


–> Die diesjährige Ausstellung zur jewellery week wird erst in 2022 stattfinden

Gülbin Ünlü

Ohne Titel

Vernissage: Donnerstag, 10. Februar ab 19 Uhr
Ausstellung: 11.Februar bis 04.April 2021
Öffnungszeiten: Di-Sa. 13-19 Uhr, So. 11-17 Uhr


Die erste Einzelausstellung „Ohne Titel“ der Künstlerin Gülbin Ünlü zeigt eine raumfüllende
Ver-dichtung. Auf dem historischen Steinboden des Kunstpavillons München lädt ein
Labyrinth der multimedialen Malerei zur Interaktion mit den vielschichtigen Arbeiten der Ausstellung ein. Besucher*innen haben die Möglichkeit, ihren persönlichen instinktiven
Ausstellungpfad zu wählen, und die Arbeiten sowohl im Stehen als auch kniend von Oben
zu untersuchen.

 

Einem Musée imaginaire (André Malraux) gleich weichen die Malereien den ideologisch aufgeladenen weißen Wänden der Kunstinstitution aus und erinnern in Ihrer Untersuchung an
Aby Warburgs Bilderatlas Mnemosyne. Diese Bilderformationen suchen nach Ordnungen
außerhalb der Vorgaben der Konventionen. Sie lassen sich weder enzyklopädisch noch
chronologisch sortieren. Zu verflochten sind die aufgerufenen Themenfelder, die das Private
und Politische, das Biologische und Kulturelle gleichermaßen umfassen. Dabei ähneln sie
im Raum formatierten Datenströmen aus den Sozialnetzwerken und interagieren mit den
konkreten existierenden Gegebenheiten, wie die in den Boden eingelassenen Stolpersteinen.
Ünlü nimmt eine Umwertung der Werte vor, die sich als eine Demontage der
bestehenden Hierarchien vollzieht.

Die von der Künstlerin weiterentwickelte, eigene Hybrid-Technik zwischen Druck und Malerei
schafft die Grundlage der multimedialen Arbeiten. Mit der Gleichzeitigkeit der verschiedenen
Ebenen und einer Vielzahl an Fragmenten überlappen und verschwimmen die
persönlichen Erinnerungen der Künstlerin mit den erlebten Umwelteinflüssen und stellen die
Erinnerung als einen fixierten Gedanken in Frage. Ist die Erinnerung ein sich ständig mit der
Zeit verändernder agiler Geisteszustand, und was versteht man unter kollektiven
Erinnerungsnetzwerken?

Ünlü zeigt in ihrer Ausstellung außerdem drei Videoarbeiten, in denen sie Fragen nach
Identität, gesellschaftlicher Wahrnehmung von Personen und den Begriff der Weiblichkeit
verhandelt.

Im Dialog erörtern Gülbin Ünlü und der Kunsthistoriker Gürsoy Doğtaş Fragestellungen, die
die Ausstellung aufwirft, und kontextualisieren sie mit Erfahrungen aus dem Privatleben
der Künstlerin. Zur Eröffnung der Ausstellung wird das Gespräch in Form einer limitierten
Publikation erscheinen.

•Während der Kunstpavillon aufgrund des Lockdown geschlossen blieb, nutzte die
Künstlerin Gülbin Ünlü den entstandenen Freiraum für künstlerische Experimente im Vorfeld
ihrer Ausstellung. Die Ergebnisse wurden auf den Socialmedia-Kanälen des Kunstpavillons
veröffentlicht•


 

Bitte beachten Sie unsere Hygienevorschriften wie Maskenpflicht, Sicherheitsabstand, Besucher*innen-Begrenzung!

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