PROGRAMM

Ausstellungsprogramm 2019


Januar / Februar

Glaube Liebe Hoffnungs>
Auf der Suche nach dem grünen Strahls>
Warum ich so kaputt bin

 

Florian Ecker

Vernissage: Donnerstag 10. Januar ab 19 Uhr
Ausstellung: 11. Januar bis 24. Februar 2019


Florian Ecker wollte eine Reise unternehmen, auf der Suche nach einem sehr seltenen Naturphänomen: dem grünen Strahl. Das ist eine Lichterscheinung, die bei äußerster Klarsicht kurz vor dem Sonnenaufgang und während des Sonnenuntergangs beobachtet werden kann. Zugleich ist dieser grüne Strahl, wie etwa Jules Verne schreibt, ein Symbol der Liebe, Hoffnung und Erlösung. Damit reiht sich Florian Eckers künstlerische Reise ein in die lange Tradition der romantischen Expeditionen. Doch wie so viele vor ihr, ist auch sie gescheitert. Der Künstler ist nicht weit genug gereist, er hat den grünen Strahl nicht gesehen. Er hat es nicht geschafft. Und doch kommt Florian Ecker nicht mit ganz leeren Händen heim.Was er unterwegs fand, zeigt er in dieser Ausstellung.

Florian Ecker, geboren in Landshut, studierte von 2007−2014 an der Akademie der Bildenden Künste München bei Prof. Nikolaus Gerhart und Prof. Olaf Nicolai; seit 2012 als Meisterschüler. 2014 erhielt Ecker den Debütantenpreis des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst.

Februar/ März

Preis der Kurt Eisner Kulturstiftung
Patricia London Ante Paris

Perser Pentagon Performance

Tanz: Katrin Schafitel, Brygida Ochaim, Ludger Lamers;
Musik: Jo Arneth

Preisverleihung und Premiere:
28. Februar, 19 Uhr
Weitere Aufführung:
Freitag, 1. März 2019, 19 Uhr


Perser Pentagon Performance ist ein Projekt im öffentlichen Raum, das Tanz undMusik mit skulpturalen Objekten vereint und das Publikum zu Akteurinnen und Akteuren macht. Die Performance zitiert das Kriegsdrama „Die Perser“ von Aischylos und verweist zugleich auf aktuelle Kriegsgefahren der Gegenwart wie auf den brutalen Sieg 1919 der „Weißen“ über die„Roten“ im revolutionären Bayern und das Ende der bayrischen, demokratischen Räterepublik. Die Perser Pentagon Performance findet am Kunstpavillon und
am Neptunbrunnen im Alten Botanischen Garten statt.

 


Dieses Jahr steht der Förderpreis der Kurt Eisner Kulturstiftung, der jeweils an einem anderen Kunstort ausgereicht wird, unter dem Motto des französischen Historikers und sozialistischen Politikers Jean Jaurès (1859-1914): „Der Kapitalismus trägt den Krieg in sich wie die Wolken den Regen“. Preisträgerin ist Patricia London Ante Paris. Die Künstlerin lebt und arbeitet in München.

 

März

Ausstellung zur „Schmuck 2019”

Isabelle Enders: „plot-wise“

Vernissage:
Mittwoch, 13. März, 17-21 Uhr
Ausstellung:
14. März bis 20. März 2019

Öffnungszeiten: täglich von 10 bis 19 Uhr


Die Arbeiten von Isabelle Enders, die sie unter dem Titel „plot-wise“ im Kunstpavillon präsentiert, bewegen sich an der Schnittstelle zwischen Kunst und Design. Ihre Pfeffermühlen sehen nicht nur anders aus, sie sind auch eigenwilliger und klüger als ihre handelsüblichen Kollegen. Vertraute Seh- und Nutzungsgewohnheiten werden durch sie torpediert und einer durch und durch vertrauten Handlung wird ihre Alltäglichkeit genommen.



Viele Werkstücke von Isabelle Enders thematisieren die Vorstellung, dass Gebrauchsgegenstände eine persönliche Biografie entwickeln können. Ihre Arbeiten sind so konzipiert, dass eine natürliche Patina entsteht, da das Material die Spuren der Zeit dokumentiert. Der Werkstoff altert und entwickelt aus diesem Alterungsprozess einen ästhetischen Mehrwert. 

Isabelle Enders (*1979) besuchte die Berufsfachschule für Glas und Schmuck in Kaufbeuren - Neugablonz und studierte von 2006 - 2014 an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg Freie Kunst / Gold- und Silberschmieden bei Prof. Ulla Mayer und Prof. Simone ten Hompel sowie Kunst im öffentlichen Raum. Isabelle Enders erhielt zahlreiche Auszeichnungen u.a. 2014 Dannerpreis, 2016 Debütantinnenpreis des Freistaat Bayern, 2018 Forschungsstipendium des Freistaat Bayern sowie 2018 den Grassipreis. Ihre Arbeiten sind in diversen öffentlichen Sammlungen vertreten.

 

März/ April

Themen-Ausstellung - der Vereinigung Bildender Künstlerinnen und Künstler (VBK) in ver.di

Vergänglichkeit – Neuanfang


Vernissage:
Donnerstag, 28. März ab 19 Uhr
Ausstellung:
29. März bis 14. April 2019


„So, wie es ist, bleibt es nicht.Wenn die Herrschenden gesprochen haben, werden die Beherrschten sprechen“, sagte der Dichter Bertolt Brecht in seinem Gedicht Lob der Dialektik. Der Titel dieser Ausstellung muss nicht so verstanden werden, kann es aber in einer Zeit, in der kein Stein auf dem anderen bleibt und Neues entsteht.Was? Das ist die Frage. Mögliche Antworten in der Ausstellung.

 

Mai

Klasse Prof. Stephan Dillemuth / Karolin Meunier
Akademie der Bildenden Künste München

GenderAtopYa


Vernissage:
Donnerstag, 2. Mai
Ausstellung:
3. Mai bis 26. Mai 2019


GenderAtopYa steht für die gemeinsame Erkundung von fiktionalen und theoretischen Entwürfen zukünftiger Lebensweisen. Dabei geht es um zu entdeckende Nicht-Orte, sich neu konstruierende Geschlechter, das Umschreiben sozialer Ordnungen und futuristische
Szenarien als Beschreibung der Gegenwart. Lästige Körper werden zurückgelassen. They are finally in the starship. So viel Raum zum freien Denken und Plotten.
They do not know their gender. They scan the code. It is not their real name. They will not tell you their real name. You have not earned their trust. But I would like to try.

Zur ausstellenden Gruppe: Ein Symposium von Wesen, deren Wege sie bereits durch verschiedenste Galaxien und Atmosphären geführt hat, um nun einen Raum zu kreieren, in dem sich ihre Imagination in einer solchen Maßlosigkeit entfalten kann, dass sie
sich unserer Vorstellungskraft entzieht.

 

Mai/ Juni

Anne Seiler

Traffic


Vernissage:
Donnerstag, 30. Mai ab 19 Uhr
Ausstellung:
31. Mai bis 16. Juni 2019


Die Künstlerin begibt sich in das Spannungsfeld zwischen industriell hergestellter Bekleidung und den zugrundeliegenden traditionellen Handwerkskünsten.
Anne Seiler befragt das Verhältnis von Autorenschaft und Branding im Kontext einer industriellen Massenproduktion. Dabei greift sie in ihrer künstlerischen Herangehensweise
selbst dieMethode der Appropriation auf und eignet sich ursprünglich handwerkliche Techniken an. Anne Seiler nähert sich Prozessen der kulturellen Aneignung und beleuchtet die Inkorporation ethnischer Mode sowie deren Motive für ein globales westlich geprägtes Fashion Marketing.

Nach einer Ausbildung zur Holzbildhauerin in München studierte Anne Seiler zuerst Theaterplastik und anschließend bildende Kunst in Dresden und an der Akademie der Bildenden Künste in München, Meisterschülerin von Prof. Olaf Metzel (2018 Diplom).

 

Juni

Kunstpavillon-Exkursion

Panorama-Museum Altötting:
Jerusalem Panorama Kreuzigung Christi

Vernissage:
Donnerstag, 30. Mai ab 19 Uhr
Ausstellung:
31. Mai bis 16. Juni 2019


Die begehbare Kunstform Panorama, die Malerei, Architektur und Bühnenbild verbindet, geht auf den Maler Robert Barker zurück, der 1787 in Schottland ein Patent dazu anmeldete. Panoramen wurden oftmals kommerziell betrieben und können heute medientheoretisch
als eines der ersten Massenmedien gelesen werden. Das Altöttinger Panorama entstand
1902. Im gleichen Jahr gründete der Künstler Gebhard Fugel mit Georg Völkl, dem Architekten des Panoramas, und dem Landschaftsmaler Josef Krieger eine Panoramagesellschaft. 2009 hat in Altötting der in Berlin lebende KünstlerMoritz Fehr eine immersive Sound-Installation für 16 Lautsprecher eingerichtet.

Einmal im Jahr bietet der Kunstpavillon für Künstlerinnen, Künstler und Interessierte einen Tagesausflug zu einem besonderen Kunstort an. Die Exkursion beginnt und endet am Kunstpavillon im Alten Botanischen Garten amStachus. Sie ist für Fördermitglieder
kostenlos; weitere Mitreisende tragen ihre Kosten für Bahnfahrt, Eintrittskarten und Verpflegung. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Juni/ Juli

Margret Eicher, Adi Hoesle, Isabel Kerkermeier, Stefan Römer, Heidi Sill, Susanne Wehr und Toni Wirthmüller

Pirating Presence
Re.Coding


Vernissage:
Donnerstag, 27. Juni
Ausstellung:
28. Juni bis 28. Juli 2019


Die Ausstellung stellt sieben künstlerische Positionen vor, die für ihre Werke den Gestus einer Aneignung bereits vorhandener Bilder aus unterschiedlichen Medien einsetzen. Mittels künstlerischer Methoden sammeln, dekonstruieren und redefinieren sie das Gefundene. Dabei bewegen sie sich zugleich rezipierend und produzierend im Kosmos analoger und digitaler Bilder. Die ausgestellten Arbeiten offenbaren beunruhigende, tiefgehende Fragen nach der Zugänglichkeit und Verfügbarkeit des Visuellen, das in einemdekonstruktivistischen Sinn zerlegt und neu formiert wird.

Die Sommerausstellung im Kunstpavillon widmet sich jedes Jahr Kunstkollektiven, kollaborativen Arbeitsweisen oder kooperativen Prozessen in der bildenden Kunst (Collaborative Works / pratiques complicitaires). Der Kunstpavillon ist als artist-run space solidarischen Formen künstlerischer Zusammenarbeit besonders verpflichtet.

 

 

August

Seerosenpreis

Ausstellung der Preisträgerinnen und Preisträger

Vernissage:
Donnerstag, 08. August ab 19 Uhr
Ausstellung:
09. August bis 25. August 2019


Der von der Landeshauptstadt München gestiftete Preis wird jährlich von einer Jury aus Mitgliedern Münchner Künstlergruppen an Künstlerinnen und Künstler vergeben, die langjährig tätig sind und ihren Lebens- und Schaffensmittelpunkt in München haben.
Die Jury entscheidet voraussichtlich im März.
Bitte beachten Sie dazu auch die Homepage des Seerosenkreises (www.seerosenkreis.de).
Die Verleihung erfolgt durch die Landeshauptstadt München.

 

 

September/ Oktober

Justin Lieberman

Turtle Care And Feeding

Vernissage:
Donnerstag, 12. September ab 19 Uhr
Ausstellung:
13. September bis 20. Oktober 2019


“‘Turtle Care And Feeding‘ is a project I have worked on since moving to Germany with my pet turtle. It’s an unfinished project, with many winding threads.“
Justin Lieberman schafft einen Raum, der aus einer Malerei in zwei Teilen und diversen Skulpturen aus Keramik und Glas sowie einer weichen Skulptur bestehen wird. Die sich formal auf Schildkrötenpanzer beziehenden Keramikskulpturen unterschiedlicher Größe thematisieren die klassische Gefäßfunktion von Keramik auf unterschiedlichen Ebenen. Die Malerei „Masses And Classes“ zeigt einen Hasen als Gegenpart zu den Schildkröten und ist über eine Collage aus hunderten von 35mm Fotografien gemalt, welche unterschiedliche Ansammlungen von Menschen festhalten. Die „weiche“ Skulptur ist aus einer großen Anzahl 35mm Kamerataschen aus Nylon zu einer Art Panzer zusammen genäht.

Der Künstler, Autor, Kurator und Hochschullehrer Justin Lieberman, geboren in Gainesville/FL, lebt und arbeitet in München.
Er hat an der Yale University, New Haven/CT und an der School of the Museum of Fine Arts, Boston/MA studiert. Justin Lieberman war u.a. Professor amQueens College, New York City und der Brandeis University, Boston.

 

 

Oktober/ November

Förderausstellung der VBK:

„Ein Augenblick“

Camilla Gerber, Elisabeth Mayer, AnneWellenreich

 

Vernissage:
Donnerstag 31. Oktober ab 19 Uhr
Ausstellung:
01. November bis 24. November 2019


„Ein Augenblick“ setzt sichmit den verschiedenen, von der Gesellschaft aufgezwungenen, Stereotypen auseinander (z.B. Geschlechter-, National-, Religions-, Klassenstereotyp) und überprüft dabei die Wahrnehmung, sowie die Haltung der Betrachterin oder des
Betrachters. Die Werke, die sich individuell mit dem Thema auseinandersetzen, bewegen sich zwischen den Welten des Digitalen und Analogen. „Ein Augenblick“ lässt sich als eine Aufforderung verstehen, als einen Moment des Innehaltens und der Achtsamkeit;
es ist aber auch eine Zeitangabe: Der Bruchteil einer Sekunde.

Kuratiert von Serio Digitalino (VBK)
Laudatorin: Dr. Agathe Schmiddunser

 

 

Oktober/ November

Mitglieder der Vereinigung Bildender Künstlerinnen und Künstler (VBK) in ver.di

Jahresausstellung

 

Vernissage:
Donnerstag 05. Dezember ab 19 Uhr
Ausstellung:
06. Dezember bis 22. Dezember 2019

 

Änderungen möglich; Stand: 01.02.2019